Ruethen

Walderlebnis Biberpfad


Träger: Naturpark Arnsberger Wald

Forst- und Umweltpädagogik: Dipl. Ing. Klaus-Dieter Hötte

Ranger des Naturparks Arnsberger Wald

 

Mit dem Beginn des 21.Jahrhunderts haben globale Umweltprobleme zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit existenz- bedrohende Ausmaße angenommen.
Das Leben und Wirtschaften ist an einem Punkt angekommen, an dem es Gefahr läuft, sich seiner eigenen Grundlagen zu berauben.
Vor diesem Hintergrund haben die Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro ein weltweites Aktionsprogramm, die Agenda 21, verabschiedet.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei das aus der Forstwirtschaft entlehnte Prinzip der Nachhaltigen Entwicklung.
Von der globalen über die nationale bis hinunter zur kommunalen Ebene wurden seither vielfältige Initiativen ergriffen, um diese Ziele umzusetzen.

Das Walderlebnis Biberpfad ist ein konkretes Projekt der lokalen Agenda 21. Er eignet sich in ganz besonderer Weise, den Themenschwerpunkt Wald und Holz in Aktivitäten des erlebnisorientierten Lernens umzusetzen.

Der Pfad möchte den Besucher in die Wunderwelt des Waldes entführen.
Aktiv, durch Riechen, Fühlen, Hören, Schmecken und Sehen, kann er hier eine Naturerfahrung der besonderen Art erleben.
Dem Besucher wird vermittelt, dass der Wald nicht „nur aus Bäumen“ besteht.
Dabei ist das „Walderlebnis Biberpfad“ für jedes Alter konzipiert.

Die Gesamtlänge liegt bei ca. 2,3 km. Also auch für unsere kleineren Gäste ohne große Mühen zu ergehen.
Als Zielgruppen lassen sich grob unterscheiden:

a)    Einzelpersonen bis Kleingruppen, insbesondere Familien. Diese nutzen das Freizeit- und Bildungsangebot vor allem an den Wochenenden.
b)    Großgruppen, vor allem Schulklassen und Kindergärten.

Im Fokus der Großgruppen liegen vor allem die Besucher der Jungendherberge Rüthen sowie des DPSG am Eulenspiegel.
Bei diesen beiden Einrichtungen ist von etwa 15-20.000 Besuchern pro Jahr auszugehen.
Durch den Biberpfad erhält das Bibertal eine weitere natureingebundene Attraktion und kann durch geschickte „Kanalisation“ der Gäste, dennoch eine Oase der Ruhe bleiben.



Der Biberpfad untergliedert sich in drei Themenbereiche:

1) Wald
2) Wasser
3) Boden


Als Wegweiser dient der Biber, der den Besucher zu den einzelnen Stationen und Aufgaben geleitet.
Ausgangs- und Endpunkt ist der Parkplatz Bibertal.


Das Baumtelefon

Die Resonanzeigenschaften des Holzes werden durch das Baumtelefon veranschaulicht.
Durch Auflegen des Ohres auf dem Stammende und gleichzeitiges Klopfen an der Stirnfläche werden die Klopf –und Kratzgeräusche weitergegeben.
Auch der Specht nutzt diese Eigenschaften um seine Beute zu finden!




Wald und Wasser:

Immer wichtiger wird die Rolle des Waldbodens, welcher mit seiner „Schwammwirkung“ bei intensivem Regen das Niederschlagswasser sowohl speichert, als auch durch die unterschiedlichen Bodenhorizonte reinigt.
Hier kann der Besucher beide Sickerkästen kurz hintereinander mit der gleichen Menge Wasser aus der Quelle füllen.
Nun kann er eindrucksvoll erfahren, wie langsam der in verschiedenen Schichten mit hohem Porenvolumen aufgebaute Waldboden das eingeschüttete Wasser durchsichern lässt, während das Wasser durch den Schotterboden hindurchrauscht.

 

Panoramafenster:

Der Besucher „erblickt“ das Bibertal aus ungewöhnlicher Perspektive.
Natur pur- gönnen sie sich neue Ausblicke!
Zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.


Gang ins Ungewisse:

An dieser Station hat der Besucher die Möglichkeit durch das vorgegebene Siepen zu marschieren. Dabei kann er das Tau, welches an Eichenpfosten befestigt wird, zur Hilfe nehmen.
Um über den kleinen Bach zu gelangen, wird eine kleine Holzbrücke installiert.
Wer Mut hat, kann auch mit geschlossenen Augen den Taleinschnitt am Tau durchqueren. Auf der anderen Seite erwartet den Besucher dann der Zapfenwurfstand, an dem er seine Treffsicherheit unter Beweis stellen kann.


Zapfenwurfstand:

Am Zapfenwurfstand können die kleinen und großen Besucher ihre Treffsicherheit beweisen. Eine kleine Informationstafel weist auf die Aufgabe hin und erläutert gleichzeitig, welche Tiere sich die Fichtenzapfen als Nahrung aussuchen







Auch zahlreiche Städte in der näheren Umgebung laden zu einem Besuch ein.



Marktplatz in Brilon




Safaripark Stukenbrock

Entfernung ca. 67 Kilometer